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Am 3.11.2021 wurde in der Mitgliederversammlung einstimmig die Vereinsauflösung zum 15.11.2021 beschlossen.

Wegen der Corona-Pandemie war die Vereinsarbeit seit April 2020 praktisch nicht mehr möglich, aber auch unabhängig davon war die Beendigung der Vereinsarbeit schon 2020 angedacht, aus Altersgründen und wegen der Probleme weitere geeignete Mitarbeiterinnen zu finden.

Allen Mithelfenden sei gedankt für die geleistete Arbeit!

 

Stand: 05.11.2021

 

Hier eine kurze Chronik:

 

 

Überblick über die Aktivitäten des Vereins

2001 – 2020

 

 

Oktober 2001: Der Verein wird auf Initiative der damalige Oberbürgermeisterin Dr. Beate Merk gegründet.
Er setzt sich zusammen aus etwa 30 Frauen und Männern mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln und Herkunftsländern aus Deutschland, Italien, der Türkei, dem ehemaligen Jugoslawien und der ehemaligen Sowjetunion.

 

08.11.2001: es findet die erste Vorstandssitzung statt.

28.01.2002: Wir veranstalten ein „Internationales Fest“ mit dem Thema „Wie feiern wir, wie feiern die anderen?“
Vorgestellt werden die Neu-Ulmer Prinzengarde, italienische Masken aus Venedig, Bräuche der schwäbisch-alemannische Fasnacht, Jazzmusik aus Kroatien, eine italienische Gesangsgruppe und eine Kindergruppe mit kasachischen Tänzen.

 

2002 beginnen wir mit der Organisation und Durchführung von Hausaufgaben­betreuungen durch Ehrenamtliche in den Grundschulen mit dem Ziel der Förderung von Migrantenkindern, um ihnen den Übertritt in höhere Schulen zu ermöglichen.

 

Seit Herbst 2003 bis März 2020 (Corona) ist der Schwerpunkt unserer Vereinsarbeit die Sprachförderung in Kindergärten im Stadtgebiet Neu-Ulm
Der Erwerb der deutschen Sprache in möglichst frühem Alter ist einer der wichtigsten Bausteine, um eine Integration der Kinder mit Migrationshintergrund zu fördern. Das gegenseitige Verstehen und Kennenlernen fördert die Harmonie unter den Kindern, reduziert Spannungen und Aggressionen und verhindert Ausgrenzungen. Ein guter Start, ohne Benachteiligung durch Sprachdefizite, ermöglicht den Kindern mehr Chancengleichheit in unserer Gesellschaft. Er ebnet ihnen den Weg zur Erreichung eines Schulabschlusses und damit einen guten Übertritt in eine berufliche Ausbildung. Kinder aus Migrantenfamilien sind bislang in weiterführenden Schulen deutlich unterrepräsentiert. Mit unserem Sprachförderprojekt wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass sich der Anteil dieser Kinder an höheren Schulen ihren Begabungen entsprechend erhöht.

Wir starten 2003 in 2 Kindergärten mit der Sprachförderung und bauen unser Team von Sprachförderkräften immer weiter aus. Im Jahr 2009 können wir unser Angebot auf 9 Projekte ausdehnen, wegen der Schwierigkeit qualifizierte Sprachhelferinnen zu finden, sinkt diese Zahl dann schließlich wieder auf 5 Kindergärten.
Unsere ehrenamtlichen Sprachförderkräfte werden von zwei Mentorinnen ausgebildet und begleitet. In regelmäßigen Abständen erhalten sie qualifizierte Fortbildungen.

 

2004 – 2011: Kooperation mit dem Elchinger Kindertheater „Schlabbergosch
In den Neu-Ulmer Grundschulen wird das Integrationsstück „Kasperl und seine Freunde aus aller Welt“ aufgeführt.
Das Stück wurde von Christine Klawikowski für den Verein konzipiert. Es soll den Blick auf ein Stück Realität werfen, nämlich, dass in unserer Nachbarschaft Menschen mit verschiedenen Wurzeln leben und dass es sich lohnt, mehr aufeinander zu zugehen. Das Stück wirbt für mehr „Miteinander“ statt „Nebeneinander“. Das Stück wird begleitet von internationalen Kinderliedern, die gemeinsam gesungen werden.
In einem Brief an die Eltern der Grundschulkinder wirbt der Verein für gegenseitiges Kennenlernen, Interesse für alle Kulturen und Toleranz.

 

2007: Teilnahme am Wettbewerb „Aktiv für Toleranz und Demokratie“ des Bündnisses für Toleranz

 

2007: Künstlerische Gestaltung eines Raumes im Rahmen einer Ausstellung der Diakonie Stiftung „Welten verbinden“ in Neu-Ulm mit Original-Straßenschildern wie zum Beispiel „Integration ist keine Einbahnstraße“ oder „Achtung! Schleudergefahr - Klischees“.

 

2008: Unser Verein erhält den schwäbischen Integrationspreis der Regierung von Schwaben für das Sprachförderprojekt

 

2009 und 2010: Mitgestaltung der „Tage der Begegnung Ulm / Neu-Ulm
Der Verein Begegnung organisierte Führungen im Edwin-Scharff-Museum speziell für Eltern und Kinder mit Migrationshintergrund. Begleitet wurden die Führungen von Integrationsmentoren, die für Verständnisfragen als Übersetzer zur Verfügung standen.
Ausstellung 2009: „Achtung Familie“, Ausstellung 2010: „Ganz weit weg und doch so nah“
Der Zugang zu deutschen kulturellen Einrichtungen kann einen stärkeren Bezug zur deutschen Heimat vermitteln, macht zudem Spaß und bietet die Möglichkeit einer sinnvollen Freizeitgestaltung – in der Regel auch preiswert für die ganze Familie. Durch die Verbesserung des Zugangs zu Bildung erhöhen sich die Integrationschancen von Kindern mit Migrationshintergrund.

 

22. Juli 2011: Feier „10 Jahre Verein Begegnungen in Neu-Ulm e.V.“
Wir feierten mit zahlreichen Gästen aus Politik und Gesellschaft in der Aula der Peter-Schöllhorn-Schule. Viele Kinder mit ihren Eltern und Erzieherinnen aus den Kindergärten, mit denen wir kooperierten, waren dabei und freuten sich über das Kasperltheater „Schlabbergosch“ und das Zusammensein bei einem Imbiss.

 

12. Mai 2012: Teilnahme an der Ehrenamtsmesse in Neu-Ulm im Edwin-Scharff-Haus

 

2014: Die seit dem Jahr 2005 praktizierte Zusammenarbeit mit dem Förderverein Integration e. V. Neu-Ulm endet, weil dieser Förderverein sich dann auflöst.

 

2013 – 2014: Wir finanzieren das Kooperationsprojekt „Ausdrucksstark! Sprache, Klang, Bewegung, Zeichnung – Vielfalt der Verständigung“, ein interkulturelles Projekt des Edwin Scharff Museums für Kindergärten/Kindertagesstätten in Neu-Ulm.
Der Auftakt findet am 17. September 2013 im Edwin Scharff Museum statt. Es folgen Fortbildungen für Erzieherinnen mit externen Referenten zur Musikpädagogik (am 17.10.2013, der Würzburger Musik- und Bewegungspädagoge Johannes Beck-Neckermann) und zur Theaterpädagogik (am 21.11.2013, die Theaterpädagogin der Hochschule der Künste Bern, Sinje Homann) und zur Kunstpädagogik (am 11.12.2013, Sabine Richter vom Lehrstuhl für Kunstpädagogik an der Universität Nürnberg). Es folgen am 14. Februar 2014 die öffentliche Eröffnungsveranstaltung mit Eltern im Edwin Scharff Museum und vom Februar bis Juni 2014 die Aktionsphase in den Kindergärten, am Donnerstag, 24.06.2014 dann die Abschlussveranstaltung mit Eltern im Edwin Scharff Museum

2016 unterstützt unser Verein ein Zusammenarbeitsprojekt des Museums mit den Kindergärten mit dem Titel „Bunt ist meine Lieblingsfarbe

 

2020: Wegen der Corona-Pandemie endet im März nach fast 18 Jahren die Arbeit der Sprachhelferinnen in den Kindergärten.

 

Rückblickend war diese Sprachhilfe, also die Organisation, das Bewältigen der rechtlichen Vorgaben (z. B. Versicherungen und Führungszeugnisse), das Pflegen der Kontakte mit den Kindergärten, das Finden geeigneter Sprachhelferinnen, deren Ausstattung und Fortbildung und vor allem aber die Arbeit dieser Sprachhelferinnen mit den Kindern die Haupttätigkeit des Vereins.

 

Im Verein Begegnung in Neu-Ulm e.V. haben sich Menschen zusammengefunden, die gemeinsame Werte teilen: Großes interkulturelles Interesse, Freude an Unterschiedlichkeit, ein Bedürfnis zur Chancengleichheit von Bürgerinnen und Bürgern in unserer Stadt beizutragen und besonders Kindern bei der Integration zu helfen. Das Werben für demokratische Werte, für Respekt und Toleranz im Zusammenleben als Nachbarn war uns ein Anliegen. Aktives Engagement gegen Diskriminierung und Rassismus ist aktueller denn je.

 

Wir danken allen unseren Mitgliedern, Unterstützern, Wegbegleitern, Kooperationspartnerinnen und -partnern und unseren Sponsoren, insbesondere dem Amtsgericht Neu-Ulm für die Überweisung von Bußgeldern, der Sparkasse Neu-Ulm für Spenden sowie dem Rotary-Club Neu-Ulm.

 

 

 

 

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